Bildung 4.0 im ländlichen Raum

Mit dem Aufkommen des Internets sind wir in das Informationszeitalter eingetreten. Haben wir damit auch in ein neues Zeitalter der Bildung betreten?

Die Grenzen des Internets

Die virale Verbreitung von Informationen im Internet und die Frage nach der Glaubwürdigkeit von Quellen aus dem Internet sind ein interessantes Thema, das wir an dieser Stelle nur kurz erwähnen wollen. Medienkompetenz ist zwar wichtig, aber nur ein Puzzlestück im Bereich Bildung 4.0.

Wir möchten uns heute mit den Möglichkeiten, aber auch den Grenzen von Bildung 4.0 beschäftigen. Die Grenzen des Internets liegen natürlich in der Technik und der Geschwindigkeit des Internets. Besonders deutlich wird das in ländlichen Regionen. Hier ist die Datenautobahn oft eher ein Datentrampelpfad. Besonders deutlich wird das in dem satirischen Beitrag von extra 3 aus dem Jahr 2015.

Dort wird teilweise von W-lahm in ländlichen Regionen gesprochen. 4,1 MBit pro Sekunde sollen es in dem angesprochenen Dorf sein, und das nur, wenn die Nachbarn nicht auch im Internet unterwegs sind.

Wir betreiben unser eigenes Glasfasernetz und wollen so Kommunen im ländlichen Raum mit schnellem Internet versorgen. Andere Möglichkeiten sind Internet über Funk oder Internet über Satellit. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2018 schnelles Internet mit mindestens 50 MBit pro Sekunde in ganz Deutschland verfügbar zu machen. Zu diesem Zweck werden Fördermittel in Höhe von 2,7 Milliarden Euro bereitgestellt. Derzeit verfügen rund 70 Prozent aller deutschen Haushalte über solch einen Anschluss.

Die Möglichkeiten von Bildung 4.0

Viele Angebote des Internets brauchen heute aber einen Breitbandanschluss. Das gilt natürlich auch für die Bildung 4.0. Auch hier ist das Video von extra 3 wieder eine Quelle, um Missstände aufzuzeigen. Eine Schülerin muss teilweise zwei Uhr nachts aufstehen, damit sie Aufgaben für die Schule machen kann. Dann ist nämlich niemand von den Nachbarn im Internet und sie muss das Datenvolumen nicht teilen. Auch im Bereich der Erwachsenenbildung spielt schnelles Internet eine zentrale Rolle. Bei einem Fernstudium können Übungen oder Vorlesungen bequem über einen Livestream verfolgt werden, natürlich nur, wenn die Bandbreite ausreichend ist. Für Bildung wird aber nicht nur der Datendownload, sondern auch der Upload immer wichtiger. Durch den Breitbandausbau werden auch die Uploads schneller. Das kann beispielsweise bei der allgemeinen Bildung sehr nützlich werden. Zahlreiche YouTuber veröffentlichen Anleitungen für alle Lebensbereiche. So können Sie zum Beispiel Tipps fürs Joggen bekommen, oder auch stricken lernen. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt.

Fazit

Bildung 4.0 hat viel Potenzial. Wenn die technischen Voraussetzungen nicht da sind, verpuffen sie wirkungslos. Daher muss der Breitbandausbau mit voller Energie weiter betrieben werden.